| Ankunft in Vancouver |
| Freitag, den 05. Februar 2010 um 07:15 Uhr |
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Jetzt brauchen wir nicht mehr zueinander sagen: „Wir sind ja noch nicht dort, ne!" Denn: Wir sind da! In Vancouver. Im olympischen Dorf. Bei den Olympischen Spielen 2010.
Die erste Zwischenstation auf dem Weg dahin hieß allerdings erst einmal Frankfurt Airport. Am Gate B20 hatten sich schon alle Eisschnellläufer der DESG versammelt. Dazu kamen viele Vertreter der Presse, sowie der Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft und der Präsident des DOSB. Alle posierten für Fotos, Lufthansa wurde als offizieller Airline Dank für die Zusammenarbeit ausgesprochen und das Flughafenpersonal gab die Freigabe zum Boarding. Alles verlief ohne Verzögerungen. Nach unserem gut 10-stündigen Flug von Frankfurt nach Vancouver kamen wir am östlichen Rande des Pazifischen Ozeans an. Der Blick aus dem Flugzeug hinaus auf die Stadt war schon atemberaubend; das Meer, die Skyline, die Gebäude und rund herum viele Berge, welche leider nur teilweise mit Schnee bedeckt waren. Im Flughafen bestaunte ich die vielen Freiwilligen in ihren blauen Jacken, manche ausgestattet mit Funkgeräten oder Warnwesten.
Es schien als gäbe es an diesem Airport mehr Freiwillige für die Winterspiele als Fluggäste. Meine Vermutung war außerdem, dass mich dieser Anblick noch die nächsten 27 Tage verfolgen wird. Aber auch das gibt mir das Gefühl bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Es sind eben nicht „nur" Europa- oder Weltmeisterschaften, sondern ein sportartübergreifendes Großereignis, auf welches die ganze Welt blickt.
Einer der vielen Reisebusse, die am Terminalausgang auf Sportler und Betreuer warteten, nahm uns alle mit. „Wir" waren die gesamte DESG, also sowohl Short-Track, als auch Eisschnelllauf. Auf der 20-minütigen Fahrt zum Olympischen Dorf sahen wir wieder einige olympiatypische Elemente die Straßen verzieren. Es wurden Wimpel oder Fahnen aufgehängt, man sah viele Menschen mit den blauen Vancouver-2010-Pullovern herumlaufen und einige Busse waren mit dem olympischen Schriftzug beklebt, ebenso unser Bus. Wir hielten direkt vor dem Olympischen Dorf. Mit dem gesamten Gepäck ging's erst Mal durch die Sicherheitskontrolle. Dann bekamen wir unsere Akkreditierungen und können damit Zutritt zu vielen Bereichen genießen, unter anderem dem Olympischen Dorf, dem Speisesaal und dem Pacific Coliseum, wo die Short-Track-Wettkämpfe stattfinden werden. Nach Zimmerbezug schlenderten wir kurz durchs Olympische Dorf und nahmen in der dorfeigenen Kantine einen Snack zu uns. Die Auswahl ist riesig, europäisch, asiatisch, amerikanisch, kalte Getränke, warme Getränke, McDonald's, McCafé...
Anschließend gönnten wir uns eine Dusche, denn wir waren schon 21 Stunden auf den Beinen. Ein Meeting stellte den theoretischen Höhepunkt des Abends dar. Kurze Infos zum Ablauf der nächsten Tage und allgemeine Instruktionen zum Umgang mit den Medien oder den Akkreditierungen waren die Inhalte. Kurz darauf spielten wir Short-Tracker verschiedene Spiele in einer der vielen Chillout-Areas, beispielsweise Flipper, Billard oder Rock Band auf der Playstation. Dann wieder ab in die Kantine: Abendessen. Das war das erste zeitlich an Vancouver angepasste Essen, was wir zu uns nahmen. Jetzt bin ich müde und werde schlafen. Tief und lange!
Der erste halbe Tag war für mich schon sehr interessant. Es gibt einfach während der Olympischen Spiele sehr viel zu erleben und man muss aufpassen, dass man vor lauter Unterhaltungsangeboten seine sportlichen Ziele nicht aus den Augen verliert.
Aus markenschutzrechtlichen Gründen und wie bereits in meinem Artikel Vancouver-Blogging-Guidelines beschrieben, werde ich bis Anfang März auf Fotos und Videos auf meiner Webseite verzichten. Für mich persönlich schieße ich natürlich viele Erinnerungsfotos, aber zur Veröffentlichung sind die Motive größtenteils nicht zugelassen.
Anmerkung vom 6. Februar: Bilder von mir aus dem Olympischen Dorf darf ich zeigen, habe mich da etwas verlesen. Die Blogging-Guidelines stimmen aber und treffen auch weiterhin auf meine Seite zu. Ich war nur etwas übervorsichtig. Bilder werden also evtl. schon im nächsten Artikel folgen. |








