| Auf zur letzten Station dieser Saison |
| Dienstag, den 23. März 2010 um 22:09 Uhr |
|
Mit unseren Bronzemedaillen und ein bisschen stolzer als sonst reisten wir gestern ins italienische Bormio, wo am Samstag und Sonntag die Team-WM stattfinden wird. Was eine Team-WM ist und wie sie funktioniert, erfahrt ihr unter Team-WM-System auf meiner Webseite.
Unsere Reise begann 17 Uhr in Sofia. Ein Shuttle brachte uns zum Flughafen, von wo aus wir nach Mailand flogen. In Mailand standen wir vor einigen Herausforderungen. Es stand nur ein Reisebus für vier komplette Teams zur Verfügung. Schnell wurde nicht nur uns, sondern auch den Chinesen, Koreanern und Japanern klar, dass der Gepäckraum absolut knapp für alle Taschen und Koffer wird. Außerdem waren wir scheinbar viel zu viele Sportler und Betreuer für nur einen Reisebus. Zu unserem Ärger gab es am Flughafen von Mailand nicht ein einziges Mitglied des Organisationskomitees und der einzige Ansprechpartner (der Busfahrer) sprach nur Italienisch. Da sich Uwe nach der WM von Kerstin ablösen lies, sollten wir am Flughafen nur zehn Minuten warten und sie mitnehmen. Doch es kam anders. Kerstin flog mit zwei Stunden Verspätung in Dresden los und saß zu dieser Zeit noch in München fest.
Aber irgendwie schienen sich dann doch noch alle Probleme zu lösen. Alles Gepäck, was nicht mehr in den Gepäckraum passte, verteilte sich oben im Gang zwischen den Sitzen. Außerdem war der Bus zum Glück mit zehn Sitzen mehr ausgestattet, als es sonst üblich ist. So hatten wenigstens alle Sportler und Betreuer einen Platz. Um Kerstin doch noch nach Bormio bringen zu können, mussten wir Kontakt mit dem OK aufnehmen. Dies übernahm dann letztlich unser Teamleader Matthias, welcher ebenfalls nicht mit zur Team-WM kommt und schon in München zuhause war. Kerstin wurde später noch am Flughafen abgeholt und kam spät in der Nacht in Bormio an. Apropos spät in der Nacht: unsere Fahrt von Mailand nach Bormio dauerte gute drei Stunden. Und es war echt eng im Bus. Eine kleine Aufmunterung hatte uns kurz vor Abfahrt Eric noch besorgt. Für jeden mindestens ein großes Stück Pizza und Getränke. Gegen halb zwei nachts waren wir im Hotel und vielen total erledigt ins Bett.
Unser erstes Training heute in der Eishalle von Bormio verlief relativ ruhig. Auf dem Plan standen drei Mal 10, 8 und 6 Runden. Die Luft in der Halle ist, wie schon seit vielen Jahren, sehr kalt, das Eis dementsprechend hart und verspricht erfahrungsgemäß schnelle Rennen im Wettkampf. Unser Hotel Rezia ist nur fünfzehn Gehminuten von der Eishalle entfernt. Das Zimmer, welches ich mir mit Tyson teile, ist vergleichsweise klein und eng. Das Essen im Hotel besteht meist aus einem Drei-Gänge-Menü und schmeckt wirklich gut.
Ab Samstag werden wir in der Eishalle wieder um gute Platzierungen im Team-Ranking laufen. Es werden sicherlich schnelle und spannende Läufe erwartet. Live dabei sein lohnt sich bestimmt. Aber auch beim Beobachten des ISU-Live-Ergebnisdienstes kam man am Samstag und Sonntag direkt mitfiebern. |








