| Verletzung - die letzte |
| Freitag, den 17. Dezember 2010 um 22:36 Uhr |
|
Endlich habe ich es geschafft. Meine Entzündung am linken Oberschenkel ist ausgeheilt.
Heute beendete ich meine ersten beiden Woche mit täglich zweimaligem Training. Die zwei Wochen waren für mich sehr hart und anstrengend. Gerade, wenn man mehrere Monate nicht richtig trainieren konnte, fällt es einem auf dem Eis besonders schwer. In der ersten Runde denkt man noch: "Das geht aber verhältnismäßig gut." Bereits in der zweiten Runde spürt man die Oberschenkel scheinbar immer dicker werden, bis sie letztlich in der dritten Runde platzen. So ging es mir auch während der ersten Trainingseinheiten auf dem Eis. Nach und nach sieht man das Licht am Ende des Tunnels immer näher kommen.
Um meinen Verletzungsverlauf grob zu skizzieren, musste ich selbst (auch mit Hilfe meiner Artikel hier) etwas recherchieren. Alles begann mit leichten Schmerzen einen Tag nach einem Sommertraining auf Inlineskates im Großen Garten von Dresden. Ich vermute, dass sich alles aus einer Überbelastung meines Oberschenkelmuskels entwickelte. Dabei gab es zwei mögliche Ursachen. Erstens war ich den kompletten April und Mai in Dillingen bei der Grundausbildung der Bundeswehr und konnte nur selten trainieren. Zweitens zog ich im Juni und Juli innerhalb Dresdens um. Es gab viel in der alten und neuen Wohnung ab- und wieder aufzubauen. Vielleicht unterschätzte ich diese Belastung für meine Beine. Jedenfalls konnte ich schon im Juli nur eingeschränkt trainieren. Dann folgte das Sommertrainingslager in Bulgarien, bei welchem ich auf stark oberschenkelbelastende Einheiten verzichten musste. Also waren Imitation und Sprints gestrichen. Das alles noch im Hinblick auf eine zeitnahe Besserung meines Zustandes durch Reduzierung der Trainingsintensität.
Direkt nach dem ersten Eistraining wieder in Dresden plädierten Miro und ich (eigentlich schon zu spät) für eine Aussetzung des Trainings. Das setzte meine Bundeswehrärztin um und befreite mich ab 09. August von jeglichen Dienstverrichtungen, also auch vom Training. Diese totale Krankschreibung wurde drei Mal verlängert und galt bis einschließlich 12. Oktober, also insgesamt länger als neun Wochen. Anschließend ließ die Ärztin meine Belastung auf Raten meines Sportarztes Dr. Mario Bottesi langsam steigern. Reduzierter Trainingsumfang war angesagt. Aber nach einer Woche Trockentraining durfte ich endlich wieder mit aufs Eis, allerdings nur dreimal die Woche. Die Teilkrankschreibung galt vorerst für fünf Wochen und wurde später nochmals um drei Wochen bis 05. Dezember verlängert, womit ich auf weitere acht Wochen mit Trainingseinschränkungen komme. Während der ganzen Zeit befand ich mich in besten physiotherapeutischen Händen. Einerseits kümmerten sich unsere Olympiastützpunkttherapeuten Uwe und Kerstin, andererseits auch Jan Mai und sein Team um mich.
Ich denke, dass ich mich in den letzten Wochen auf dem Eis wieder gut einlaufen konnte. Ich musste viele harte Trainingeinheiten absolvieren, die mir vor der Verletzung wohl nicht so schwer gefallen wären. Auch konnte ich wieder im Kraftraum ein paar Gewichte stämmen, auch wenn ich mich damit zurzeit noch zurückhalte. Das Eisgefühl ist zurück und ich kann nun versuchen, mich für Herren-Staffel bei den Europameisterschaften Mitte Januar in Holland zu qualifizieren. Falls ich dafür doch noch nicht fit genug bin, werde ich hoffentlich an den europäischen Welt Cups in Moskau (Russland) und Dresden im Februar teilnehmen (siehe Saisonplan 2010/2011). |








