| Ein Auf und Ab |
| Samstag, den 15. Januar 2011 um 21:51 Uhr |
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Was für ein Wechselbad der Gefühle. Erst scheide ich im 500m Vorlauf durch eine Disqualifikation aus und dann schaffen wir mit der Staffel den Sprung ins Finale.
Aber der Reihe nach! Die erste 500m-Runde konnte ich souverän vor dem später gekürten Streckensieger für mich entscheiden. Die Umsetzung der im Training geübten verschiedenen Bahnen und schnelle Beine brachten mich eine Runde weiter. Jedoch musste ich mir eingestehen, dass ich mich nicht besonders wohl auf dem Eis gefühlt habe. Das Eis hier in Holland ist immer noch sehr weich, womit ich ebenfalls immer noch nicht richtig zurechtgekommen bin.
In der zweiten Runde wurde ich disqualifiziert. Ich konnte schnell starten und mich in Führung setzen. Nach ca. zwei Runden wurde ich vom Polen in meinem Lauf innen überholt. Dies bekam ich aber erst mit, als ich schon am Kurveneingang war. Nach dem neuen Reglement kann auch der Sportler disqualifiziert werden, der nicht für das Überholmanöver verantwortlich war. Dieser war ich. Also konnte ich mich nicht „von außen auf den Polen drauflegen“ und musste ihn passieren lassen. Dabei musste ich einen riesig langen Bogen um die eigentliche Kurve laufen, sodass nicht nur der Pole an mir vorbeirutschte, sondern auch noch der dahinter laufende Holländer. Ich war also auf Position drei und hatte erheblich an Geschwindigkeit verloren. Eine halbe Runde später überholte mich dann auch noch der Italiener. Meine letzte Chance war, „mich von außen auf ihn drauf zu legen“ und in die nächste Runde advanced zu werden. Jedoch (wie oben beschrieben nach neuer Regel) gelang mir dies nicht und ich wurde für diese Aktion bestraft. Somit war der Traum aus vom Finale.
Aber nicht so voreilig! Die Staffel stand ja noch an. Diesmal waren neben mir noch Paul, Becks und diesmal Torsten auf dem Eis. Die Holländer, wie wir schon erwartet hatten, versuchten von Beginn an das Tempo hoch zu halten. Wir waren darauf eingestellt und konnten mithalten. Nach einigen Runden konnten die Ungarn nicht mehr Schritt halten. Im Laufe des Rennens gab es viele Führungswechsel zwischen uns, den Holländern und den Franzosen. Es war ein sehr spannendes Rennen, gerade weil von uns drei Teams natürlich nur zwei in die Endrunde einziehen durften. Die beiden anderen Teams konnten immer wieder ein paar Meter gut machen, die wir ein bis zwei Runden später wieder aufholten. Dann wandte sich das Glück auf unsere Seite. Die Franzosen stürzten eineinhalb Runden vor Schluss und wir konnten sicher als Zweiter hinter den Holländern ins Ziel einlaufen. Morgen müssen wir noch ein letztes Mal gegen die Holländer, die Russen und die Briten ran. Eine Medaille ist natürlich das Ziel. |








