Sieg im B-Finale in Moskau!
Sonntag, den 13. Februar 2011 um 17:40 Uhr

Und wieder konnte ich mich über einen fünften Platz über 500m beim Welt Cup in Moskau freuen.

 

Fürs Viertelfinale war ich bereits qualifiziert, als ich mich Heutemittag nach einem ausgiebigen Frühstück und ruhigem Vormittag in die Eishalle begab. Es stand nur noch nicht fest, mit wem ich mir die Startlinie teilen musste. Nachdem vormittags auch die Repechage-Finals ausgelaufen waren, stand fest, dass sich das bereits qualifizerte Feld von 14 Läufern um einen Italiener und einen Russen vervollständigte. In der ersten Runde konnte ich mich von Position vier auf der Linie direkt hinter Francois Hamelin (KAN) einordnen. Darüber war ich wohl in der ganzen Halle am meisten (positiv) überrascht. Ich konnte mich an Hamelin festkrallen, bis der US-Amerikaner versuchte, innen zu überholen. Dabei behinderte er mich, sodass ich einen großen Bogen um die Kurve herumlaufen musste, wertvolle Zeit und vor allem meine zweite Position verlor. Ich gab dann alles, um den Anschluss wieder an die führenden drei Sportler zu finden. Es gelang mir fast. Ich überquerte die Ziellinie als Vierter, wurde aber aufgrund des "unfairen" Überholmanövers ins Halbfinale advanced.

 

Ich freute mich sehr über die Halbfinalteilnahme. Wie zu erwarten war, bekam ich wegen des Advancements einen 5er-Lauf. Allerdings stand ich nicht ganz außen am Start, da der Chinese trotz meiner unfreiwillig verlängerten Kurve im Halbfinale langsamer war als ich. Also musste ich am Start alles riskieren. Ich versuchte, gleich in der ersten Kurve zu punkten. Das gelang mir aber nicht, da die Innenbahnläufer einfach wegen der kürzeren Strecke bis zum ersten Klotz im Vorteil waren. Ich musste mir also das Feld in den ersten zwei Runden von hinten ansehen. In der zweiten Runde stürzte vor mir der Chinese, welchen ich noch mit meinen Händen an seinen Kufen berührte, als er vor mir auf der Bahn lag. Eineinhalb Runden später lag auf einmal der Kanadier vor mir auf der Geraden im Weg. Ich sah ihn zu spät, um noch ausweichen zu können. Da alles so schnell ging, war selbst ich in diesem Moment total überrascht. Mit Vollspeed knallte ich mit meinen Kufen direkt in seinen Oberkörper. Meine Beine fetzte es nach oben, ich knallte aufs Eis und meine Kufen in die Matten. Mir ist dabei nichts passiert. Der Kanadier hatte wohl eine der schrecklichsten Sekunden seines Lebens, als er mich auf sich zulaufen sah. Nach dem Rennen erkundigte ich mich nach seinem Zustand und er versicherte mir, das alles O.K. sei. Ich stand schnell wieder auf und beendete mein wohl ziemlich spektakuläres, aber auch gefährliches Rennen als Dritter. Fürs B-Finale war ich damit qualifiziert.

 

Das B-Finale erinnerte mich stark an meinen B-Final-Lauf in Marquette (USA) im November 2009. Wie vor 15 Monaten konnte ich mir mit einem Start-Ziel-Sieg über viereinhalb Runden den 5. Platz in Moskau und 410 Punkte im Gesamtweltcup sichern. Ein schönes Gefühl und ein gelungener Abschluss dieses Welt-Cup-Wochenendes.

 

Die kompletten Ergbnisse findet ihr zum Nachschlagen beim Klick auf untenstehende Grafik.

 

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