Nachwuchselite am Strand von St. Peter-Ording
Donnerstag, den 01. September 2011 um 15:32 Uhr

Das vergangene Wochenende stand ganz unter dem Motto: „Chillen am Strand von St. Peter-Ording“. Eingeladen waren alle Nachwuchselitesportler der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Wir trafen uns am Campus Nordsee im östlichen Teil des Nordseebadeorts.

 

st-peter-einladungAnreise war am Freitag bis 17 Uhr. Fast alle Sporthilfemitarbeiter der Abteilung Förderung waren gekommen, um uns persönlich kennenzulernen und dadurch den Kontakt zwischen Sporthilfe und Sportler zu intensivieren. Jeder stellte sich uns vor und wir erhielten ein Begrüßungsgeschenk. Die Sportlerinnen eine hellblaue, die Sportler eine rote Adidas-Jacke. Anschließend wurde auf dem Campus-Gelände gegrillt und erste Kennenlerngespräche unter den Sportlern geführt. Gemütlich ließen wir uns danach noch in einem Café nieder und schlürften den einen oder anderen Cocktail.

 

Am Samstag ging’s vormittags zum Strand. Leider regnete es etwas. Als wir auf dem Gelände des Kitesurf Welt Cups ankamen, war schon alles in vollem Gange. Die Zuschauer jubelten den Kontrahenten zu, welche versuchten, mit Sprüngen und Stunts die Jury von sich zu überzeugen. Unzählbar viele Kites waren am restlichen Teil des Ufers zu sehen. Auf dem Welt Cup Gelände boten viele Kite-Hersteller ihre Boards, Kleidung und allerhand Zubehör an. Außerdem konnte man sich an einigen Ständen spielend die Zeit vertreiben. Auch das Sporthilfe-Zelt war schon aufgebaut. Alle Nachwuchselitesportler zogen sich die Badesachen im Sporthilfezelt an und waren bereit. Doch bereit wofür?

 

sporthilfe_logoIm Vorfeld des Wochenendes schickte die Sporthilfe eine Liste an alle Teilnehmer. In dieser Liste konnte man sich für folgende Aktivitäten einschreiben: Kitesurfen, Windsurfen, Katamaran segeln oder SUP (Stand up Paddeling). Nach kurzem Überlegen entschied ich mich für den aus meiner Sicht einfachsten Sport Windsurfen. So einfach wie es auf dem Papier schien, war es dann doch nicht. Zuerst lernten wir, wie man ein Surfbrett mit dem Segel (das musste auch erst aufgebaut werden) verband. Das ging unter Anleitung relativ schnell und verständlich. Zum Warmwerden folgten dann einige Spiele am Segel. Nachdem wir die Neoprenanzüge über unsere Körper gestreift hatten, durften wir das erste Mal im Meer aufs Brett. Das Segel war wegen des starken und böigen Windes trotzdem tabu. Es war schon hart, gegen die Strömung und Wellen beim Hereinlaufen ins Wasser zurechtzukommen. Und dann sollten wir uns auf dieses Brett stellen. Ich versuchte es mehrere Male, aber es war vergebens. Auf dem Surfbrett zu liegen und ein bisschen zu paddeln ging ja ganz gut, aber die Nummer mit dem Aufstehen wollte mir einfach nicht gelingen. Noch dazu kam, dass man den Brechungspunkt der Welle als Schwunggeber nutzen sollte. Das funktionierte zwar ein paar Mal. Doch dann war der Strand auch schon wieder erreicht und die Zeit zum Aufstehen vorbei. Auch wenn das Wetter nicht nach Baden, Strand und Chillen aussah, hatten wir eine Menge Spaß und konnten uns mal auf eine andere Art und Weise austoben und vor allem auslasten. Bei unter 20 Grad Lufttemperatur wurde uns dann doch ziemlich schnell kalt. Wir gaben die Bretter zurück, bauten die Segel wieder ab und schlüpften schnell in unsere Sporthilfejacken.

 

Der Nachmittag wurde dominiert von Regenschauern, kühlen Winden und Regenjacken. Größtenteils wärmten wir uns im Zelt auf. Aber ein Rundgang durchs Kitesurfgelände blieb nicht aus. Denn ab und zu traute sich auch die Sonne mal an den Nordseehimmel. Hängen blieben wir u. a. an Microsofts Xbox Kinect-Stand. In verschiedenen Leichtathletikdisziplinen musste ich mich gegen andere Nachwuchselitesportler durchsetzen. Außerdem schauten wir uns die Wettkämpfe im Kitesurfen an. Es traten immer zwei Kontrahenten im K.O.-System wie beim Short-Track gegeneinander an. Im Finale wurden natürlich die spektakulärsten Sprünge gezeigt. Obwohl ich absolut keine Ahnung vom Kitesurfen hatte, konnte ich jetzt wenigstens das Gefühl des „Wellenreitens“ etwas nachvollziehen. Es ist einfach beeindruckend, wie filigran sich die Surfer an ihren Kites bewegen und den Wellen und dem Wind trotzen können.

 

Als der Abend hereinbrach, konnten wir uns endlich alle am Barbecue sattessen. Nach dem Dinner kam ich auch noch in den Genuss, einen Kite auszuprobieren. Aber nur auf dem Trockenen. Eigentlich fühlte es sich an, wie ein riesiger Lenkdrachen. Doch dieser hatte es in sich. Der Druck auf die Bespannung war so enorm, dass ich sogar einige Male den Boden unter den Füßen verlor. Als dann wieder ein Gewitter aufzog, mussten wir den „Drachen“ einholen und trafen uns wieder im Sporthilfe Zelt. Kurz darauf genossen wir noch die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs. Als es dann dunkel war, hörten wir Musik in der Ferne. Natürlich mussten wir nachsehen, wo diese herkam. Wider Erwarten legte trotz des schlechten Wetters noch der DJ auf der Aftershowparty des Kitesurf Weltcups auf. Da es mir dann doch etwas zu kalt und nass wurde, ging ich mit einigen anderen unserer Gruppe etwas zeitiger von der Party.

 

Am letzten Tag frühstückten nur noch alle gemeinsam, bevor sich einer nach dem anderen verabschiedete und den Heimweg antrat. Nachdem mich die Deutsche Sporthilfe schon im letzten Jahr zum damals ersten Nachwuchselite-Event einlud und ich verletzungsbedingt absagen musste, freute ich mich umso mehr, dieses Jahr daran teilgenommen zu haben. Mit 30 Sportlern aus ganz Deutschland und dem Sporthilfe-Team war es ein sehr schönes Wochenende. Es war super durchdacht und lückenlos geplant. Alle Sportler unterhielten sich oft und intensiv miteinander. So erfuhr ich bspw. viele neue Dinge über andere Sportarten, Reglements und Olympiaqualifikationsmodi. Auf der Sporthilfe-Homepage findet ihr den Artikel und das offizielle Video des SID zum Event. Folgende Fotos habe ich ebenfalls für euch bereitgestellt. Demnächst folgen wahrscheinlich noch weitere Fotos, welche ihr euch in meiner Galerie ansehen könnt.

CIMG5599
CIMG5599
CIMG5610
CIMG5621
CIMG5624

 
 
JOOMLA TEMPLATES Joomla Templates By JoomlaBear