die ersten Tage in den USA
Montag, den 10. Oktober 2011 um 06:30 Uhr

Seit Montagabend sind wir nun in Nordamerika und genießen hier in Park City die Höhenluft und das Training. Außerdem unternehmen wir hier oben auf über 2000m ü. NN viele Teamaktivitäten. Einen ersten Eindruck von unserem fast dreiwöchigen Trainingslager habe ich euch hier zusammengestellt.

 

Gleich am Montagmorgen nach dem Invitation Cup in Holland startete der Bus. Ausschlafen konnten wir nicht: 6 Uhr war Abfahrt. Total verschlafen traten wir unsere weitere Reise an. Die erste Station war der Flughafen von Amsterdam. Von dort aus flogen wir mit Lufthansa nach Frankfurt, um nach kurzem Aufenthalt den Flieger LH 446 nach Denver zu bekommen. Die ca. zehn Stunden über dem Atlantik waren angenehm. Wir hatten viel zu lachen und konnten uns auch ein bisschen ausruhen. Durch das virtuelle Unterhaltungsprogramm an Bord wurde mir natürlich auch nicht wirklich langweilig. In Denver wurde dann alles etwas chaotisch. Gleich nach dem Aussteigen mussten wir unsere Sachen holen, um diese vom Zoll kontrollieren zu lassen. Dabei wollte einigen von uns ein Hund auf die Schliche kommen. Ein Drogenspürhund schnüffelte an unseren Taschen. Bei einem von uns schien etwas (zumindest für den Schnüffler) Interessantes im Gepäck zu sein. Die Beamtin am anderen Ende der Leine ließ die Tasche öffnen und siehe da: frisches Obst kam zum Vorschein. Laut Einfuhrbestimmungen ist es verboten, frische Früchte in die USA mitzubringen. Die Sicherheitsbeauftragte nahm die Sache aber locker und ließ unser Teammitglied (Name wird unter Verschluss gehalten!) passieren. Wir waren also nun auf US-amerikanischem Boden. Dann gaben wir die Taschen für den Inlandsflug nach Salt Lake City am nächsten Schalter wieder ab. Anschließend mussten wir wieder durch die Sicherheitskontrolle. Das Handgepäck wurde erneut auf gefährliche Substanzen überprüft und unsere Kleidung durchleuchtet. Als auch diese Kontrolle geschafft war, setzten wir unseren Fußmarsch fort. Weiter ging's zum Gate B67. Wir trafen uns dort und vereinbarten einen Termin, wann alle vom Mittagessen wieder zurück sein sollten. Mike hatte vorher erfragt, mit welcher Verspätung unser Flugzeug starten sollte. Man versicherte ihm, es werden mindestens 45 Minuten sein. Es bildeten sich kleine Grüppchen. Nach und nach kamen fast alle verstreut und vor allem rechtzeitig wieder am Gate an. Doch das Gate war schon offen und die Angestellten wedelten wild mit ihren Händen in der Luft herum. Keiner wusste, was los war. Scheinbar sollte unser United-Flug schon eher abheben, als erwartet. Unheimlich war nur, dass immer noch zwei Sportler fehlten. Als Mike und ich noch am Gate warteten, ließen wir die beiden Nachzügler ausrufen. Just in dem Moment kamen sie um die Ecke gelaufen und wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Wir zogen sie regelrecht mit ins Flugzeug hinein. Dann waren endlich alle an Bord und die kanadische Maschine der Firma Bombardier konnte abheben. Am Salt Lake City International Airport angekommen, mussten wir uns noch drei Autos ausleihen. Nachdem sich Paul kurz einweisen ließ, ging es mit unserem schwarzen Crysler Town & Country los. Mike führte die Kolonne an. Vroni und Hiasl (Veronika Windisch und Matthias Stelzmüller, unsere Österreicher) fuhren das zweite Auto. Und Paul bildete das Schlusslicht auf dem Weg nach Park City, unserer finalen Destination. Dann endlich, nach ca. 25 Stunden Reisezeit kamen wir um 23.00 Uhr im „Snow Country" in Park City, Utah, USA an und fielen total erschöpft ins Bett.

 

galerieDoch von Ausschlafen war keine Rede. Am nächsten Morgen wachte ich schon zeitig auf. Grund dafür war natürlich die Zeitumstellung von acht Stunden. In Deutschland war es sogar zum Zeitpunkt unserer Anreise bereits morgens 7.00 Uhr und unsere innere Uhr natürlich noch nicht umgestellt. Auch die nächsten Tage konnte ich noch nicht wirklich gut und lange schlafen. Am Dienstag gingen wir dann alle zusammen einkaufen. Selbstverpflegung war für die nächsten drei Wochen angesagt. Schnell stellten wir fest, dass die Lebensmittelkosten erheblich höher sind, als bei uns zuhause in Deutschland. Aber ausgewogen ernähren und sattessen wird sich hier sicherlich trotzdem jeder von uns. Jetzt kann ich mir auch besser vorstellen, warum Fast Food in den USA so beliebt ist.

 

In den nächsten Tagen werde ich dann bestimmt noch den einen oder anderen Artikel über die Trainingsbedingungen und unsere Unternehmungen schreiben und weitere Fotos in meiner Galerie veröffentlichen. Ein Blick hinein lohnt sich also immer!

 

Kommentare 

 
#1 Nettchen 2011-10-10 09:00
Na das klingt doch nach einer spannenden Reise! Ich wünsche dir weiterhin eine schöne Zeit und viel Erfolg! Bin gespannt auf die nächsten Berichte ;-) :-) Lg aus dem verregneten Dresden!
 
 
JOOMLA TEMPLATES Joomla Templates By JoomlaBear