Kraft-/Leistungsdiagnostik
Dienstag, den 06. Mai 2008 um 20:00 Uhr
Heute und gestern stand für mich wieder die zweimal jährlich stattfindende Kraft- und Leistungsdiagnostik auf dem Plan. Neben mir wurden auch alle anderen Dresdner Short-Track-Nationalmannschaftsmitglieder sowohl der Junioren als auch der Senioren auf Sporttauglichkeit und Belastbarkeit untersucht. Alle Kontrollen, Tests und Untersuchungen wurden vom Bereich Sportmedizin des Uniklinikums der TU Dresden durchgeführt.
Am Montagmorgen begannen die Untersuchungen mit einer Blutabnahme und dem Ruhe-EKG. Anschließend erstellte Frau Dr. H. Beck den allgemein-medizinischen Befund. Danach gings das erste Mal aufs Ergometer. Beim sogenannten Belastungs-EKG werden die Herzfunktionen während eines stufenweise steigenden Widerstandes bis zur erhöhten Intensität kontrolliert und aufgezeichnet. Nach einer kurzen Erholungspause mussten sich nun meine Sprungfähigkeiten unter Beweis stellen. Eine in den Boden des Ergometerraums eingelassene Sprungmatte maß die Flug- und Kontaktzeit sowie die Höhe bei verschiedenen ein- und beidbeinigen Sprüngen. Zum Schluss wurde noch unter Leitung von Herrn Dr. A. Walther die Maximalkraft der Bein- sowie Bauch- und Rückenmuskulatur gemessen. Durch meine Sprunggelenkverletzung vor fast eineinhalb Jahren war die Leistungsfähigkeit meines rechten Beins teilweise eingeschränkt. Jedoch erreichte ich in allen Tests gute Werte.
Nach den sportmedizinischen Tests in der Uniklinik wurde mein Herz vom niedergelassenen Kardiologen untersucht. Herr Dr. K. Ammer engagiert sich seit mehreren Jahren u. a. in der Sportart Skilanglauf und wird in Zukunft auch die Dresdner Short-Tracker intensiver betreuen und unterstützen.
ErgometerRaum
ErgometerRaum
KraftRaum
Rad1
Rad2
Am zweiten Tag der leistungsdiagnostischen Untersuchung stand nur noch der Ergometer-Stufentest und die orthopädische Untersuchung an. Der Stufentest, geleitet von Frau A. Sauermann, gestaltete sich wie folgt: Gestartet wird bei einem Widerstand von 100 Watt, welcher sich alle 4 Minuten um weitere 50 Watt erhöht. Getreten wird bis zur physischen Erschöpfung. Zum Ende jeder Stufe wird der Laktatwert protokolliert. Während der gesamten Testdauer tragen wir eine Maske, welche das Volumen der Sauerstoffaufnahme misst. Die Herzfrequenz wird EKG-genau aufgezeichnet.
Dieser Test dient zur Ermittlung der individuellen anearoben Schwelle (IAS), der maximalen Sauerstoffaufnahme und der Herzfrequenz und Laktatwerte bei entsprechendem Widerstand. Dadurch kann jeder Sportler die Intensität zum Beispiel beim Radtraining ganz individuell steuern und so gezielt trainieren.
Abschließend erstellte Herr. Dr. M. Bottesi den Sporttauglichkeitsbefund aus orthopädischer Sicht und schloss somit die Kraft- und Leistungsdiagnostik ab.
 
 
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