| Heute: Fahrradtests |
| Dienstag, den 12. Mai 2009 um 23:40 Uhr |
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Vor zwei Wochen wurden wir im Rahmen der
Grunduntersuchung "auf Herz und Nieren" überprüft. Neben dem
allgemeinmedizinischen Check bei Frau Dr. Beck stellte sich jeder von
uns bei Herrn Dr. Bottesi zur orthopädischen Untersuchung vor. Test waren, wie in jedem Jahr, ein Ruhe-EKG, ein Belastungs-EKG, die Körperfettmessung und diverse andere Untersuchungen.
Heute standen dann wiederum unsere jährlichen Ergometertests auf dem Plan. Alle
Nationalmannschaftsmitglieder unterzogen sich im Uniklinikum Dresden den Tests. Die Tests werden auf Wunsch unseres neuen Trainers Eric Bédard in anderen Modi durchgeführt, damit diese aussagekräftiger und besser zu vergleichen sind. Der beschriebene Wingate-Test findet auch in dieser Form bei weiteren Sportarten auf internationalem Terrain Anwendung.
Vormittags wurde der VO2-max-Test
durchgeführt. Dieser Stufentest ist so aufgebaut: Man fährt 3 Stufen
jeweils 3 Minuten mit einer Erhöhung des Widerstandes um 50 Watt pro
Stufe. Nach den "langen" Stufen verkürzen sich diese auf eine Dauer von
30 Sekunden, wobei mit jeder Stufe 25 Watt hinzukommen und dann bis zur
Erschöpfung gefahren wird. Wir beginnen bei ungefähr 150 bis 250 Watt (von
Sportler zu Sportler natürlich unterschiedlich) und sitzen somit ca. 12
Minuten auf dem Ergometer. Ziel des Tests ist es, das maximale
Sauerstoffaufnahmevolumen zum Ende des Tests zu ermitteln. Dadurch werden uns Masken zur Sauerstoffaufnahmemessung auf dem Gesicht befestigt. Zusätzlich wird bei jeder den langen Stufen und nach der gesamten Belastung die Laktatkonzentration im Blut gemessen.
Am
Nachmittag mussten wir wieder auf den Drahtesel. Diesmal allerdings zum
Wingate-Test. Bei diesem Test geht es nicht um die Sauerstoffaufnahme,
sondern um einen maximal aufgebauten Widerstand bei möglicht hoher Trittfrequenz. Der Test dauert "nur" 30 Sekunden, ist jedoch vom
Erschöpfungspotenzial nicht zu unterschätzen. Zu Beginn der 30 Sekunden
tritt man mit maximaler Kraft in die Pedalen. Der Widerstand des Rades
passt sich der Kraft und Trittfrequenz dann an. Nachdem das
Kraftmaximum erreicht ist, gilt es, diesen Wert so lange wie möglich zu
halten. Dies ist natürlich rein sportwissenschaftlich nicht möglich.
Deshalb ist es wichtig, dass im Laufe der letzten 25 Sekunden die
getretene Leistung nicht zu schnell und nicht zu stark abfällt. Wer
also eine möglichst flache Kraft-Zeit-Kurve vorweist, hat bei diesem Test
die besten Werte gezeigt. Das Video zeigt mich beim 30-Sekunden-Wingate-Test.
Noch zwei Mal in dieser Saison werden wir diese beiden Ergometertests durchführen, mit denen von heute vergleichen und feststellen, ob das Training Wirkung zeigt.
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