Gestern war ich das erste Mal seit meiner Entzündung am linken Oberschenkel wieder auf dem Eis.
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Nach meiner langen Trainingspause traute ich mich Anfang Oktober wieder zu trainieren. Ich schwang mich fast täglich aufs Ergometer und in den Kraftraum, um wenigstens meinen Kreislauf erstmal wieder etwas anzukurbeln. Letzte Woche konnte ich dann schon erste Intervalleinheiten auf dem Rad absolvieren und im Kraftraum ein paar Gewichte stämmen. Allerdings alles immer vor dem Hintergrund, dass meine Verletzung noch nicht komplett ausgeheilt war.
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Am Montag diese Woche war ich dann wieder mit meiner MRT-CD bei Dr. Bottesi. Er konnte auf den Bildern keine Entzündung mehr erkennen. Nur einmal Training am Tag sollten also auch für die nächsten zwei Wochen noch reichen, empfahl er mir. Jetzt liegt es an mir, die Umfänge und Intensitäten nur langsam zu steigern. Außerdem darf ich wieder aufs Eis. Und darüber freue ich mich (abgesehen von der Gesundheit) am meisten.
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Also nutzte ich die Gunst der Stunde und fand mich einen Tag später auf Schlittschuhen wieder. Das Training verleif für das erste nach zwölf Wochen in Eisabstinenz recht gut. Etwas wackelig und unbeholfen mag ich wohl auf dem zwei Mal 1,18 mm breiten Stahl ausgesehen haben. Und es fühlte sich auch so an! Aber: Es war ein tolles Gefühl! Endlich konnte ich wieder Eislaufen. Für einen Shorttracker ist doch eben (fast) nichts schöner, als auf Schlittschuhen enge Runden zu drehen. Schmerzen hatte ich dabei nicht. Das stimmte mich zuversichtlich. Vielleicht kann ich ja schnell genug aber natürlich nicht überstürzt meinen Trainingsrückstand wieder minimieren, um dann bei den nächsten Wettkämpfen mit an den Start gehen zu können.
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Die zweite Eiseinheit heute mit Didis Trainingsgruppe verleif auch wieder gut. Die Jungen und Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren machten schon ganz schön Druck. Ich konnte zwar das Tempo bis zur vorletzten Runde halten, musste mich dann aber geschlagen geben. Dafür kommt das Gefühl nach und nach wieder zurück in die Füße.
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Jetzt verstehe ich auch, warum ehemalige Shorttracker nach mehreren Monaten oder Jahren ohne Training bereits nach drei Runden auf dem Eis solche Schwierigkeiten haben. Die Muskeln können einfach der intensiven Belastung in der Laufposition und dem Druck in der Kurve nicht mehr standhalten.
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In den nächsten Tagen werde ich versuchen, viel auf dem Eis zu laufen, aber auch meine konditionellen Fähigkeiten noch zu verbessern, weil es gerade daran mangelt. Also geht es doch wieder ab aufs Ergo und in den Kraftraum...





