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SPORT:

Im Alter von 4 Jahren begann ich mit Leistungssport. Nach gut einem Jahr Training Bild Robert.jpgbeim Eiskunstlaufen und Wasserspringen sollte ich mich nun für eine der beiden Sportarten entscheiden. Bis heute bereue ich es nicht, Eiskunstlaufen gewählt zu haben. Nach 8 Jahren Eiskunstlaufen, mehreren Sachsenmeistertiteln und einigen nationalen Erfolgen wechselte ich im Jahre 2000 zum Short-Track. Anlass dafür waren Unstimmigkeiten mit meinen Trainern und der jugendliche Wille, eine eher kraftbetonte Sportart betreiben zu wollen. Durch die lange Zeit als künstlerischer Eisläufer konnte ich mir jedoch viele wichtige Voraussetzung für meine jetzige Aktivität als Short-Tracker aneignen. Gut ausgeprägte koordinative und konditionelle Fähigkeiten und ein hervorragendes Schlittschuh- und Eisgefühl sind genau die Grundlagen, die auch im Short-Track von großer Bedeutung sind.

 

Mit dem Wechsel der Sportart fand ich mich in einem ganz neuen sportlichen Umfeld wieder, welches von Dingen, die entdeckt werden sollten, nur so strotzte: ein neuer Freundeskreis, andere Trainingszeiten, spannende Wettkämpfe und ... kein Ballettunterricht mehr. Später stellte ich fest, dass im Short-Track nicht nur Kraft, sondern auch Geschick und Taktik gefragt sind, was wiederum eine neue Herausforderung darstellte, die ich wohlwollend annahm. Gleich in meinem zweiten Jahr beim Short-Track musste ich mit einer für diese Sportart typischen Schnittverletzung leben. Da diese relativ schnell verheilte, konnte ich wenige Wochen später wieder normal trainieren.

 

Von Anfang an erwies sich der Wechsel zur rasanteren Eissportart als richtig, da ich sofort einige nationale Erfolge feiern konnte. Schon bei meinen ersten Deutschen Junioren Meisterschaften erkämpfte ich mir den zweiten Platz. Später folgten weitere nationale Titel und internationale Erfolge. Während der Saisons 2004/2005 und 2005/2006 startete ich als Mitglied der Deutschen Junioren Nationalmannschaft bei europaweiten Wettkämpfen und Junioren Weltmeisterschaften. Mit dem Sieg über 500m und einem viertem Platz in der Gesamtwertung bei der Junioren WM im Januar 2006 in Miercurea Ciuc (ROM) feierte ich meinen bislang größten Erfolg. Einen Monat später qualifizierte ich mich für die Weltmeisterschaften der Herren und bin seitdem Mitglied der Deutschen Short-Track Nationalmannschaft.

 

Meine erste schwere und hoffentlich letzte Verletzung hatte ich bei meinem dritten Welt Cup in Chicoutimi (CAN) im Dezember 2006. Nach mehreren anstrengenden Wochen und mit Hilfe vieler exzellenter Ärzte, Physiotherapeuten und Unterstützern konnte ich den Schritt aufs Eis doch wieder wagen, womit zum Zeitpunkt der Verletzung niemand gerechnet hatte. Seit Anfang der Saison 2007/2008 bin ich nun wieder festes Mitglied der Nationalmannschaft und bestreite weiterhin vorrangig internationale Wettkämpfe, wie z.B. Welt Cups und Weltmeisterschaften.

 

SCHULE/BERUF:

Am 31. Januar 1988 wurde ich geboren. Meine ersten vier Schuljahre lernte ich in der 10. Grundschule in Dresden. Diese Schule fördert Sportler und war somit für mich als jungen Eiskunstläufer die beste Alternative, Leistungssport und Schule miteinander zu verbinden.

 

Mit dem Beginn der Sekundarstufe I lernte ich am Sportgymnasium Dresden. Mein Wechsel vom Eiskunstlaufen zum Short-Track fand in der siebenten Klasse statt und brachte für mich nur wenige schulische Veränderungen mit sich. Aufgrund der hohen sportlichen Belastung und des zunehmenden Zeitaufwandes für Training, Wettkämpfe und Trainingslager beantragte ich, wie noch 9 andere Schüler meines Jahrgangs, eine Schulzeitstreckung für die Sekundarstufe II. Diese Streckung machte es mir möglich, die regulären zwei Jahre der gymnasialen Oberstufe auf drei Jahre auszudehnen, wodurch sowohl sportliche Herausforderungen als auch schulische Aufgaben auf möglichst hohem Niveau bewältigt werden sollten. Nach 13 Jahren schulischer Ausbildung erhielt ich dann im Juli 2007 mein Abiturzeugnis, worauf ich sehr stolz bin.

 

Vom August 2007 an ließ ich mich für 2 Jahre vom Notar Michael Becker zum Notarfachangestellten ausbilden. Der Notar ist am Fortleben und Verbessern des Dresdner (Spitzen-) Sports sehr interessiert und engagiert sich unter Anderem in mehreren Projekten zu Gunsten des Sports. Erst durch dieses Notariat wurde mir die Möglichkeit gegeben, Leistungssport auf höchstem Niveau betreiben und trotzdem während dieser Zeit eine Berufsausbildung abschließen zu können. Meine Prüfungszeugnisse erhielt ich im Juni 2009 und darf mich seit dem Notarfachangestellter nennen.

 

Im Oktober 2009 begann ich meinen Grundwehrdienst bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Frankenberg in Sachsen. Im Juli 2010 wurde ich ins Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit berufen. Da mir als Sportsoldat viel Zeit für Training und Wettkämpfe eingeräumt wird, ist es mir möglich, meinen Sport in vollem Umfang absolvieren zu können. Ohne die Bundeswehr wäre das im Short-Track sicherlich nicht möglich.

 
 
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